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Griesingen /sz/ Der Oldtimerumzug am Pfingstsonntag ist immer der Höhepunkt des traditionellen Festes vom Musikverein Griesingen. Vor großer Kulisse mit außergewöhnlich vielen – dieses Jahr warm eingepackten – Zuschauern zog die lange Karawane der Veteranen durchs Dorf zum Festplatz.

Angeführt vom gastgebenden Musikverein knatterten, stanken und dampften die Motoren der landwirtschaftlichen Fahrzeuge vergangener Zeiten mal fein aufpoliert, mal in Urzustand oft mit der Familie oder einer großen Clique oder auch mal mit dem Hund an Bord durch die Ortschaft. Alle großen Marken der vergangenen Tage wie Hela, Hanomag, Eicher, Lanz, Fendt, John Deere, Kramer und wie sie alle hießen waren dabei.

Gleich den ersten Traktor chauffierte Bürgermeister Oliver Klumpp. Die für das 1250-jährige Bestehen nachgebaute Kirche St. Leodegar durfte wieder mitfahren. Auf einem Heuwagen hatte es sich eine Familie im Sonntagsstaat bequem gemacht. Antike Motorräder zogen ihre Runden. Der Musikverein Gutenzell machte einen Besuch und schon beim Umzug Musik. Die Lokomotive von der Freiwilligen Feuerwehr Hüttisheim mit angehängten Wagen ist fast immer dabei und hatte etliche Umzugsbesucher aufgeladen, eine alte Kehrmaschine sorgte für Sauberkeit. Jede Menge Kinder, mal selbstlenkend, mal auf Papas Schoß, mal vorschriftsmäßig im Kindersitz arretiert, fuhren mit. Ein Traktorfahrer hatte eine ganze Fuhre hübscher Mädchen aufgeladen, die Favoritin saß vorn neben ihm auf dem Bock. Gamerschwang präsentierte sich als Mostkulturdorf in Anlehnung an die Bierkulturstadt Ehingen. Ortsvorsteher Josef Stiehle prostete den Gästen am Straßenrand zu. Ein zum Mannschaftsbus umfunktionierter Bulli fuhr die Fußballer der SG Griesingen spazieren, die unterwegs wie viele andere Cliquen auch auf ihren Anhängern Party machten. Andere Fußballer der SG zeigten ihre Verbundenheit zum VfB Stuttgart auch in schlechten Zeiten und dem Abstieg zum Trotz.

Eine fahrbare alte Holzsäge war ebenso dabei, wie der vorsintflutliche Löschzug aus Gögglingen mit dem Kommando „Wasser marsch“. Das Dellmensinger 1a Dorffest machte schon mal für sich Reklame, so zog sich die Karawane über eine Stunde durchs Dorf, ehe traditionell Robert Seifert aus Griesingen mit seinem Traktor den Schluss machte.

Im Fahrerlager und im Festzelt saßen die Fahrer der Oldtimer noch lange zusammen und diskutierten eifrig über ihre Schätze und den Umzug.

Quelle: SCHWÄBISCHE ZEITUNG vom 17.05.2016